In dem zweiwöchigen Veranstaltungsmarathon in Frankfurt vom 20.4. bis 3.5. dreht sich alles um Marie-Luise Kaschnitz' Frankfurter Jahre und ihre Frankfurter Prosa. Das Lesefestival bietet zahlreiche Veranstaltungen, Lesungen, Gespräche und Spaziergänge in der ganzen Stadt. Kaschnitz hat mit Unterbrechungen einige Jahrzehnte in Frankfurt am Main gelebt, darüber Tagebuch geführt sowie Gedichte geschrieben. Ihre schönste Frankfurt-Prosa erscheint zum Festival in neuer Zusammenstellung im Verlag Edition W. "Gott und die Welt" hat Marie Luise Kaschnitz in ihren Aufzeichnungen aus den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts beschäftigt: die anstehenden Stürme der Studentenrevolution, die drohende Kündigung ihrer Wohnung im Frankfurter Westend und damit verbundene Existenzsorgen, die Bedrohung durch technische Entwicklungen, die Veränderungen in der Natur.
Marie Luise Kaschnitz, geboren 1901 in Karlsruhe, bereiste mit ihrem Ehemann, einem Archäologen, viele Länder Europas und lebte von 1941 bis zu ihrem Tod 1974 vornehmlich in Frankfurt. Sie wurde mit der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt, der Ehrendoktorwürde der Goethe-Universität sowie dem erstmals an eine Frau verliehenen Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Das komplette Programm zu "Frankfurt liest ein Buch" finden Sie
hier.hr2-kultur sendet in der
Lesung ab 20.4. ausgewählte Passagen aus dem Band "Gott und die Welt", gelesen von Birgitta Assheuer: um 9.30 Uhr (Wdh. 14.30 Uhr), online bereits ab 17.4. in ARD Sounds.
Außerdem bei uns im Programm:
- Archivschätze:
Marie Luise Kaschnitz in der Pappdeckelstadt, am 18.4., 14.04 Uhr
- Literaturland Hessen:
Marie Luise Kaschnitz und ihr Lektor Klaus Reichert (gekürzter Veranstaltungsmitschnitt aus dem Frankfurter
Goethe-Haus vom 22.4.), am 26.4., 12.04 Uhr (Wdh. 28.4., 15.04 Uhr)
- Hörspiel:
Marie Luise Kaschnitz: Unternehmen Arche Noah, am 3.5., 14.04 Uhr, online ab 2.5. in ARD Sounds